Unsere Zukunft ist die neue Welt, der Kommunismus!

Erklärung von 19 europäischen Jugendorganisationen 20 Jahre nach der Konterrevolution

Die diese Erklärung unterschreibenden kommunistischen Jugendorganisationen wenden sich an die Jugend Europas und der ganzen Welt anlässlich des 20. Jahrestags der Auflösung der UDSSR und der Zerschlagung des Sozialismus.
Aus Sicht der bürgerlichen Regierungen und Parteien, aus Sicht der Kräfte des Kapitals ist dieser Jahrestag eine Gelegenheit, den Sozialismus und seine Leistung zu verunglimpfen, die kapitalistische „Ewigkeit“ und „Wohlfahrt“ zu preisen. Die bürgerlichen Parteien und Regierungen sind es, die mit ihrer Politik die Rechte der Jugendlichen vermindert haben. Sie haben uns zu Armut und Arbeitslosigkeit verdammt. Sie stellen die kommunistische Ideologie unter strafrechtliche Verfolgung.

Aus unserer Sicht, aus der Sicht der arbeitenden Bevölkerung und der Jugend der Welt ist dieser Jahrestag eine Gelegenheit, um sich an die Errungenschaften des Sozialismus und seine Leistungen für die Menschheit zu erinnern und sie hervorzuheben. Eine Gelegenheit, um bedeutende Schlussfolgerungen aus der Niederlage der Jahre 1989-1991 zu ziehen.
Wir wenden uns an die jungen Menschen, damit sie die Wahrheit über den Sozialismus lernen und erfahren. Wir wollen ihnen sagen, dass unsere Zukunft die neue Welt, der Sozialismus-Kommunismus ist.

Das 20. Jahrhundert erbrachte den Sieg der Oktoberrevolution in Russland 1917. Dies war der Ausgangspunkt für eine der größten Errungenschaften der Zivilisation in der Geschichte der Menschheit, für die Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Macht mit der Errichtung des Sozialismus erobert und damit ein Ziel in einer Reihe von Ländern in Europa, Asien und sogar auf dem amerikanischen Kontinent, auf nahezu einem Drittel der Erde, erreicht.

1991 unterbrach die Konterrevolution den Verlauf dieser ersten Anstrengung des Aufbaus der neuen Gesellschaft. Was gewonnen worden war – dass die arbeitende Klasse und ihre Verbündeten die Macht und den von ihnen produzierten Reichtum in ihre eigenen Hände nahmen – war trotz all seiner Unzulänglichkeiten jetzt von oben und nicht von unten gestürzt worden. Die Umstürze waren Konterrevolutionen, im Klartext ein gesellschaftlicher Rückschritt, ein Sieg für die Klasse der Ausbeuter und der Unterdrücker über den Versuch des Aufbaus einer von Ausbeutung freien Gesellschaft. Dies bestätigte sich auf schlimmste Weise für das Volk in den letzten 20 Jahren.

Die Kapitalisten und die politischen Vertreter der Monopole feierten den Sieg ihrer Klasse, der nicht nur ein Sieg über die sozialistischen Länder und ihre Völker war, sondern auch ein Sieg von ihnen über die ArbeiterInnen aller Länder. Dieser Sieg ist jedoch nur ein zeitweiliger Sieg, weil die gesellschaftliche Entwicklung niemals endet. Der Willen der Völker wird aus dem Sozialismus erneut eine Wirklichkeit werden lassen.

Die Kapitalisten und die politischen Vertreter der Monopole versprachen eine „verstetigte“ kapitalistische Entwicklung, die angeblich Wohlstand und Frieden bringen würde. Sie redeten vom „Ende der Geschichte“ und des Klassenkampfes, damit die Völker sich aussöhnen würden. Die Tatsachen sprechen gegen ihr Gerede. Der Klassenkampf hat nicht nur aufgehört, sondern er hat sich verschärft. Er ist die Triebkraft der Geschichte. Und er wird uns zum Sieg verhelfen.
Kapitalistische Barbarei kann nicht menschlich gestaltet werden, sie muss überwunden werden.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts und 20 Jahre nach den Niederlagen ist bewiesen worden, dass der Kapitalismus nicht nur die Bedürfnisse der Arbeiterklasse nicht befriedigen kann, sondern dass er die Völker zu Ausbeutung und Armut verurteilt. Alles, was die Bourgeoisie und ihre Vertreter von sich gaben, hat sich erwiesenermaßen als Lüge herausgestellt.

Die Konterrevolution hat das Kapital aggressiver gemacht. Errungenschaften der Völker, die mit Kämpfen und Opfern erreicht worden waren, wurden aufgerieben. Neue imperialistische Kriege brachen aus. Und der Konkurrenzkampf für die Eroberung und die Neuaufteilung der Märkte wurde gewalttätiger.

Die Völker der einstigen sozialistischen Länder befanden sich inmitten der kapitalistischen Übernahme. Ihr Lebensstandard fiel um Jahrzehnte zurück. Die Völker der anderen kapitalistischen Länder verloren ihre Unterstützung, das Gegengewicht zur kapitalistischen Barbarei.

Die die kapitalistische Welt gegenwärtig plagende Krise führt zu Massenarbeitslosigkeit, Armut und Elend für die ArbeiterInnenklasse, die Schichten des arbeitenden Volkes und ihre Kinder. Diese Krise zeigt auf deutlichste Art, dass der Kapitalismus ein faulendes, überlebtes Gesellschaftssystem ist, welches den Fortschritt der Menschheit hemmt. Sein Versuch, sich am Leben zu erhalten, lässt Millionen ArbeiterInnen bluten.

Die Krisen sind ein Bestandteil davon. Denn der Kapitalismus ist eine Gesellschaftsordnung, in der die Produktion nicht dem arbeitenden Volk dient, sondern dem Profit und den Interessen des Kapitals nützt. Mit dem Schweiß und der Kraft ihrer Hände und ihrer Hirne produzieren die ArbeiterInnen der Welt Güter und eine Menge Reichtum, der genug für sie und ihre Kinder ist, um gut zu leben. Dieser Reichtum wird ihnen von einer Handvoll Ausbeutern gestohlen, die heutzutage auch nocht die Völker dazu aufrufen, Opfer zu bringen, damit die Herrschenden gerettet werden können.

Die kapitalistische Krise vertieft sich in der EU und in der Eurozone. Es ist in der Praxis nachgewiesen, dass die EU ein imperialistisches Staatenbündnis ist. Die Rivalitäten der Monopolgruppen und der kapitalistischen Länder in Europa und weltweit verschärfen sich. Es liegt im Wesen des Kapitalismus, dass dieser Konkurrenzkampf in Kriege mündet. Wir entscheiden uns nicht zwischen den alten und den neuen Imperialisten, auch nicht zwischen ihren Bündnissen, den alten oder den neuen. Wir werden nicht zu ihrem “Kanonenfutter” werden, damit sie ihre Märkte neu aufteilen. Der Kampf für den Sturz der Macht der Monopole, der Bourgeoisie in jedem Land und unter allen Bedingungen, ist eine lebenswichtige Aufgabe für jeden jungen Mann und für jede junge Frau aus der arbeitenden Klasse.

Der Sozialismus ist zeitgemäßer und notwendiger denn je zuvor

20 Jahre lang wächst jetzt unsere Generation unter den Bedingungen der Verfälschung der historischen Wahrheit, des Antikommunismus und der Lügen auf. Durch Lehrbücher in den Schulen, durch die Zeitungen und die Radio- und Fernsehsender dröhnt die Bourgeoisie und versuchen ihre Mechanismen derzeit, die Geschichte umzuschreiben. Sie verunglimpfen die heldenhafte Leistung von Millionen KommunistInnen und der Macht der arbeitenden Klasse in den Ländern des sozialistischen Aufbaus wie auch die der ArbeiterInnen in der kapitalistischen Welt für ihre Befreiung aus den Fesseln der Klassenausbeutung. Sie führen gegenwärtig einen massiven Angriff gegen einen Gegner, welchen sie nach ihren eigenen Worten geschlagen haben. Dies zeigt ihre Angst. Wäre das „Ende der Geschichte“ gekommen, wäre der Kapitalismus tatsächlich „unbesiegbar“, würden sie nicht dermaßen viel Kraft aufwenden, um einen Gegner zu bekämpfen, der nicht mehr existiert.

Sie sagen, dass der Sieg des Kapitalismus das Scheitern des Sozialismus aufzeigte. Die Geschichte hat bewiesen, dass kein sozialökonomisches System jemals für immer und ewig errichtet worden ist. Dies hat sich in der Geschichte der Vorherrschaft des Kapitalismus gezeigt. Die Entwicklung der Produktivkräfte und der gesellschaftliche Charakter der Arbeit sind unvereinbar mit jeglichem Wirtschaftssystem, in dem die Minderheit über die Mehrheit herrscht. Der Rückschritt hat daher einen zeitweiligen Charakter in der gesellschaftlichen Entwicklung. Das Rad der Geschichte steht nicht still. Unsere Etappe ist die Etappe des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus. Und dies ändert sich nicht durch den zeitweiligen Sieg der Konterrevolution oder durch das negative Kräfteverhältnis, welches sich gegenwärtig verändert.

Die Notwendigkeit des Sozialismus leitet sich aus der Verschärfung der Widersprüche des Kapitalismus selbst her. Sie leitet sich aus der Tatsache her, dass im imperialistischen Stadium der kapitalistischen Entwicklung, die materiellen Bedingungen voll ausgereift sind, welche den Übergang zu einem höheren sozialökonomischen System erforderlich machen.
Der Kapitalismus hat die Produktion in einem beispiellosen Grad vergesellschaftet. Dabei hat er die aus dieser Produktion stammenden Profite privatisiert. Die Produktionsmittel, die Erzeugnisse der gesellschaftlichen Arbeit sind in privatkapitalistischem Eigentum. Dieser Widerspruch ist der Ursprung aller Krisenerscheinungen der modernen kapitalistischen Gesellschaften, der Arbeitslosigkeit und der Armut, die explodieren, wenn die Krise einsetzt.
Dieser Widerspruch zeigt auch den Ausweg. Die Abschaffung des Privateigentums an den Produktionsmitteln, ihre Vergesellschaftung und ihr planmäßiger Einsatz in der gesellschaftlichen Produktion zugunsten der Befriedigung der gesellschaftlichen Bedürfnisse; Die zentrale Planung der Wirtschaft durch die arbeitende Klasse gepaart mit demokratischer Kontrolle in allen wirtschaftlichen Belangen.

Was mit Blut geschrieben wurde, kann nicht mit schmutziger Tinte entfernt werden

Die arbeitende Klasse, vor allem die Jugend aus den ArbeiterInnenfamilien, sollte die Erfahrungen des sozialistischen Aufbaus im 20. Jahrhundert studieren. Sie müssen aus den Leistungen für das Volk ihre Lehren und ihre Schlussfolgerungen aus den Gründen, welche zum Sturz der sozialistischen Gesellschaften seinerzeit führte, ziehen. Die Wahrheit besteht darin, dass trotz aller Probleme, trotz der Fehler, trotz der Abweichungen von den Grundsätzen des sozialistischen Aufbaus die sozialistische Gesellschaftsordnung aufgebaut wurde und ihre Überlegenheit, die enormen Verbesserungen für das Leben der ArbeiterInnen und der Jugendlichen bewies.

Die Abschaffung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse befreite den Menschen aus den Fesseln der Sklaverei. Sie machte den Weg frei für die Produktion und für die Entwicklung der Wissenschaft, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen. So war das Recht auf Arbeit für alle garantiert, wurde ein kostenloses öffentliches Gesundheits- und Bildungswesen gewährleistet, bezahlbare öffentliche Dienstleistungen wurden vom Staat bereitgestellt, bezahlbares Wohnen und Zugang zu geistigem und kulturellem Schaffen gehörten zur sozialistischen Gesellschaft.

Freizeit wurde den ArbeiterInnen garantiert, damit sie sich ausruhen und an der Machtausübung der ArbeiterInnenklasse und bei der Leitung der Produktionsstätten teilnahmen. Eine höhere Stufe der Demokratie wurde mit der repräsentativen Teilnahme der Beschäftigten an der Macht und bei der Leitung der Produktion entwickelt. Die ArbeiterInnen konnten ihre Vertreter wählen und abwählen, die für sie in den Machtorganen saßen.

Die Sozialversicherung war von höchstem Vorrang für die sozialistische Staatsmacht. Die sozialistische Macht legte den Grundstein für die Beseitigung der Ungleichheit zwischen Mann und Frau. Sie stellte in der Praxis das gesellschaftliche Wesen der Mutterschaft, die gesellschaftliche Fürsorge für das Kind sicher. All dies sind Errungenschaften, die jahrzehntelang in den sozialistischen Ländern gewährleistet waren. Und all diese Errungenschaften erscheinen heute als Träumereien von Phantasten für die ArbeiterInnen und die jungen Menschen in der kapitalistischen Welt.
Die Sowjetunion und das sozialistische Weltsystem stellten das einzige wirkliche Gegengewicht gegenüber der imperialistischen Aggression dar. Die von der Sowjetunion spielte die entscheidende Rolle beim Sieg über den Faschismus.

Der neue Angriff wird siegreich sein

Die Konterrevolution in der UDSSR kam nicht aus einer imperialistischen militärischen Intervention heraus, sondern sie entwickelte sich “von innen und von oben”.
Im Verlauf des Aufbaus der Gesellschaft wurden Fehlentscheidungen getroffen. Es wurden die Entwicklungsgesetze der neuen Gesellschaftsordnung verletzt. Neue Maßnahmen wurden durchgesetzt, die der sozialistischen Wirtschaft wesensfremd waren.

Die konterrevolutionären Umstürze ändern nicht den Charakter der Epoche. Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert eines neuen Aufschwungs der weltweiten revolutionären Bewegung und einer neuen Reihe von gesellschaftlichen Revolutionen.
Zwei Entwicklungswege tun sich vor den Völkern auf: der Entwicklungsweg des Aufrechterhaltens des Bisherigen. Er ist voller nie endender Opfer für das Volk. Und dies ist der Entwicklungsweg der verfaulenden Gesellschaftsordnung der bürgerlichen Macht und des kapitalistischen Eigentums. Oder aber das Volk kämpft für den revolutionären Sturz des Kapitalismus zugunsten der Macht der Arbeiterklasse, für den Sozialismus-Kommunismus.

Zwischen der kapitalistischen und der sozialistisch-kommunistischen Gesellschaftsformation gibt es keine andere Formation, keine andere Gesellschaftsordnung. Die Macht gehört entweder der arbeitenden Klasse oder der Klasse der Kapitalisten.

Die Errichtung des sogenannten „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ oder des „demokratischen Sozialismus“ lehnt die Macht der ArbeiterInnenklasse ab, lehnt die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und die zentrale Planung ab. Diese Gesellschaftskonzeptionen haben nichts mit dem wissenschaftlichen Sozialismus gemein. Sie sind ein Mittel der bürgerlichen kapitalistischen Gesellschaftsordnung zur Manipulierung der Völker und zur Abkehr vom Klassenkampf.
Das Volk wird das letzte Wort haben!

Die jungen Männer und Frauen, die Jugendlichen aus den werktätigen Schichten des Volkes, können von der alten, historisch überholten kapitalistischen Gesellschaftsordnung in deren heutigen letzten imperialistischen Stadium nichts erwarten. Ihre Zukunft für ein besseres Leben, für die Befriedigung ihrer Lebensbedürfnisse, steht in Beziehung zu ihrer Teilnahme und ihrer Leistung an der Entfaltung des Klassenkampfes, am Sturz der kapitalistischen Barbarei, am Aufbau der neuen sozialistischen Gesellschaftsordnung. Vor uns stehen große Klassenkämpfe.

Die bevorstehenden Revolutionen werden die für den Sozialismus sein.

Alle Jahre wieder, kommt die Fahrpreiserhöhung!

Als hätte man die Uhr danach stellen können, werden seit Anfang dieses Jahres wieder „Neue Tarife“ in Bus und Bahn des Verkehrsverbunds Warnow beworben. Bereits nun das vierte Mal innerhalb von 5 Jahren! Hat es letztes Jahr fast alle Ticketsorten betroffen, so werden diesmal diejenigen erhöht, die erst seit dem letzten Jahr angeboten werden, weil sie so gut laufen (!) und die, die im Jahre 2011 vom „neuen Tarif“ verschont geblieben sind. Folgendes Bild zeichnet sich nun ab:

Fahrpreisänderung bzw. „neue Tarife“ für 2012, im Vergleich zu 2011

Einzelfahrkarte: 1,80€ (1,70€)
Einzelfahrkarte ermäßigt: 1,30€ (1,20€)
Tageskarte: 4,60€ (4,50€)
Tageskarte ermäßigt: 3,30€ (3,20€)
Gruppentageskarte: 13,80€ (13,50€)
Schülerticket: 24,50€ (24,00€)
Schülerticket+bike: 27,50€ (27,00€)

Begründet werden diese Veränderung wie folgt: „Mit der Tarifumstellung zum 01.02.2012 werden punktuelle Preismaßnahmen umgesetzt, die im Rahmen der allgemeinen Entwicklung der Inflationsrate liegen und für den Ausgleich der allgemeinen Kostenentwicklung notwendig werden.“ … Ah ja

Scheinheilig oder einfach nur abgebrüht? Wieder mal werden wir mehr Kosten für den Personennahverkehr ausgeben müssen. Doch dabei geht es auch anders! Im letzten Jahr haben wir neben unserer Transpiaktion auch einen Flyer gegen die sozialen Einschnitte herausgebracht, in dem wir u.a. aufzeigen, dass es Städte und Gemeinden gibt, in denen der Öffentliche Personennahverkehr kostenlos gestaltet wurde und dies zu einem erheblichen Plus bei der Fahrgastbeförderung führte und alles ohne Pleiten.

Lassen wir uns diese „neuen Tarife“ nicht wieder aufdrücken – sonst werden wir im Jahre 2013 wieder für blöd verkauft – denn es geht auch anders!

Liebknecht-Luxemburg-Ehrung 2012

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht waren Revolutionäre. Ihr Handeln und Denken bleibt Vorbild für alle, die sich für eine bessere Welt, eine Welt in dem der Mensch wichtiger ist als der Profit, einsetzen.
Sie kämpften beide gegen den deutschen Imperialismus, gegen Krieg und Ausbeutung. Dafür wurden sie verfolgt und schließlich am 15. Januar 1919 von faschistischen Freikorps ermordet.

Die linke und vor allem kommunistische Bewegung aus Deutschland und darüber hinaus ehrt jährlich Rosa und Karl mit einer Demonstration die an der Gedenkstätte der Sozialisten endet.
Ein Tag zuvor findet die Rosa-Luxemburg-Konferenz statt, organisiert von der jungen Welt.

Wie im letzten Jahr rufen wir zu einer gemeinsamen Anreise aus Mecklenburg-Vorpommern auf.

14.01.2012 / 5.00 Uhr / Rostock Hauptbahnhof / Nordeingang

Bundesweiter Bildungsstreik!

Pressemitteilung der AG SchülerInnenpolitik des Bundesvorstands der SDAJ

Kämpferische Bildungsstreiks in über 40 Städten

Zehntausende SchülerInnen, Auszubildende und Studierende gingen heute zum erneuten bundesweiten Bildungsstreik gemeinsam auf die Straße. Unter Losungen wie „Eine Schule für Alle“, „Bundeswehr raus aus den Schulen“ und „Leiharbeit abschaffen“ gab es in über 40 Städten der Bundesrepublik Aktionen für ein anderes Bildungssystem. Nach über drei Jahren bundesweiter Streiks zeigt sich, dass sich die Jugendlichen nicht durch leere Versprechungen und einzelne Zugeständnisse von ihren Zielen ablenken lassen.

In vielen Städten kam es erstmals zu Bildungsstreiks. Interessensvertretungsorgane und Jugendverbände beteiligten sich stärker als zuvor. SchülerInnenvertretungen, ASten und Gewerkschaften waren tragende Säulen des Protests.

Aus den vergangenen Bildngsstreiks haben wir gelernt, dass wir nicht aufhören dürfen, für unsere Forderungen zu kämpfen. Wir müssen sie nun weiter in Schulen, Hochschulen und Betrieben diskutieren und mit Aktionen Druck auf die Herrschenden ausüben.

Mehr Geld für Bildung!

Mindestens eine Forderungen eint alle Protestierenden: Es muss mehr Geld in das Bildungssystem fließen. Woher das Geld kommen soll? Auch darüber besteht größtenteils Einigkeit. Denn während Schulgebäude verfallen, immer mehr Ausbildungsplätze fehlen und Studierende keinen bezahlbaren Wohnraum finden, sind für Deutsche Bank, Siemens und Co. Milliarden da, wird die Bundeswehr weiter auf- und umgerüstet und werden deutsche Kriegseinsätze ausgeweitet. Durch die sogenannten Rettungsschirme werden den Banken und Konzerne weitere Milliarden geschenkt, durch die Schuldenbremse weiter „gespart“. Irgendwo müssen die finanziellen Mittel schließlich herkommen, mit denen Großkonzernen ihre Profite garantiert werden.

Demokratische Mitbestimmung statt Repression!

Wieder drohten Schulleitungen bereits im Vorfeld der Proteste mit dem Eintrag von Fehlstunden für diejenigen, die sich am Bildungsstreik beteiligen – ein beliebtes Mittel um SchülerInnen von der politischen Betätigung abzuhalten. Bei vergangenen Protesten blieb es oft nicht bei Drohungen: Fehlstunden wurden eingetragen, Verweise erteilt, SchülerInnen eingesperrt, als die Demo vor der Schule vorbeizog. Auszubildenden droht bei Teilnahme am Protest die Abmahnung. Auch in diesem Jahr wurden wieder besetzte Hörsäle geräumt und Schulen abgeschlossen. Die fortwährenden Bekundungen der Herrschenden, dass sich mehr Jugendliche an der Politik beteiligen sollten, wird so zur hohlen Phrase. Wenn die arbeitende und lernende Jugend sich ernsthaft für ihre Interessen einsetzt, wird sie dabei massiv bekämpft. Die Mittel dafür reichen von Drohbriefen bis zum Polizeieinsatz.

Die Bildungsstreikbewegung lässt sich davon nicht abhalten. Immer mehr SchülerInnenvertretungen beteiligen sich und ermöglichen, die Teilnahme am Protest zu entschuldigen. Gleichzeitig wird deutlich: Statt Repressionen ist mehr Mitbestimmung nötig. Die Rechte der Interessenvertretungen müssen gestärkt werden, SchülerInnenvertretungen ein allgemeinpolitisches Mandat bekommen.

Wie weiter?

Der bundesweite Aktionstag ist vorbei, die Probleme bleiben: Weiter wird gespart und gekürzt, weiterhin fehlen Ausbildungsplätze und sind Hörsäle völlig überfüllt – weiter wird massiv sozial selektiert. Die Herren aus Politik und Wirtschaft werden das nicht freiwillig ändern, dafür müssen die Protestaktionen weitergehen.

Einzelne bundesweite Aktionstage allein reichen dafür allerdings nicht aus, sie können aber ein Startschuss für weitere, langfristige Arbeit an der Schule, im Betrieb oder an der Hochschule sein. Es gilt, die Interessensvertretung vor Ort zu stärken, ob in der SV, in der JAV oder im AStA. Nur in dauerhaften Kämpfen vor Ort, landes- und bundesweit können wir Erfolge gegen die treibenden Kräfte des Bildungsabbaus erreichen.

Die SDAJ vertritt die Auffassung, dass wir lernenden und arbeitenden Jugendlichen unsere Interessen nur im beharrlichen gemeinsamen Kampf durchsetzen können. Und dass die Herrschenden in dieser Gesellschaft, die Banken und Konzerne und ihre Parteien, unseren Interessen im Wege stehen, dauerhafter Fortschritt daher nur in einer anderen Gesellschaft möglich ist. Nur dauerhafte Kämpfe an Schwerpunkten führen zu Erfolgen, die unsere Lebensbedingungen spürbar verbessern. Und nur diese Kämpfe bilden die Grundlage für weitere bundesweite Protesttage, ein Weiterleben der Bildungsstreikbewegung und damit für einen erfolgreichen Kampf für ein anderes Bildungssystem!

Bildungsstreik Rostock – Demo als Anstoß für mehr!

Am 17. November war es soweit – Bildungsstreik! Wie in vielen anderen Städten Deutschlands auch, setzten SchülerInnen, Studierende und Azubis in Rostock ein Zeichen gegen die miese Lage des Bildungssystems. Los ging’s um 11 Uhr am Rostocker Hauptbahnhof – klasse hierbei ist, dass auch Leute aus Bad Doberan und Wismar kamen und das sich unseren GenossInnen der SDAJ Gadebusch mit vielen Leuten ihrer Schule auf den Weg nach Rostock gemacht haben!

Etwa 300 Menschen folgten dem Aufruf „Für Solidarität und freie Bildung“ und beteiligten sich am Demonstrationszug. Die SDAJ Rostock war an der Organisation der Demo beteiligt. So entstand von uns ein Entwurf eines Fronttranpsi und auch zwei Redebeiträge wurden auf der Demo von SDAJ’lerInnen gehalten. Die erste Rede wurde von einer Schülerin zum Thema der schlechten Umstände im Schulwesen gehalten, Demotivation der Lehrkräfte und SchülerInnen, sowie der bereits frühen Selektion vor allem in MeckPomm nach der 4. Klasse. Aber auch der Kooperationsvertrag wurde von ihr angekreidet und die Forderung aufgestellt, dass das Militär nichts in Bildungseinrichtungen zu suchen hat und man die Zivilklausel einfordere! Im Anschluss sprach noch ein Azubi der SDAJ, in dem vor allem die Übernahme nach der Ausbildung und ein Verbot der Leiharbeit gefordert wurden.

Weitere Redebeiträge von einer Schülerin und einem Studierenden setzten sich u.a. mit der Forderung der Ab- schaffung der Kopfnoten und dem generellen Problem der schulischen Benotung auseinander sowie die Kürzungen von Geldern im universitären Bereich.

Positiv ist vor allem das rege Interesse an unseren SDAJeigenen Material gewesen, viele klebten sich die Sticker (wovon wir nächstes Mal definitiv mehr brauchen ;-) ) an die Klamotten und lasen unsere neuste Aufschrei-Ausgabe zum Thema Arbeiterjugendpolitik und Gewerkschaften. Auch ist hervorzuheben, dass es diesmal geschafft wurde, sowohl Schülis, Studis und Azubis anzusprechen. Weiterhin haben wir einem Flyer zum aktuellen Leiharbeitsaufrug verteilt und mehr als 60 UnterstützerInnenunterzeichnungen erhalten!

Am Ende der Demo begaben wir uns ins Audimax der Universität Rostock um ein weiteres Vorgehen in Sachen „Bildungsstreik“ gemeinsam zu diskutieren. Denn die Demo von heute sollte nicht das Ende sein, sondern Auftakt um noch mehr zu erreichen, noch bessere und größere Aktionen in Zukunft zu planen und daran werden wir uns auch in Zukunft wieder beteiligen.


Termine

★ 25. Januar 2012: RotFuchs/DKP-Veranstaltung mit DKP-Vorsitzende Bettina Jürgensen, 15 Uhr, Mehrgenerationenhaus in Evershagen

★ 25. Februar bis 26. Februar 2012: Jugendbildungswochenende der DKP MV in Barhöft

★ 31. März 2012: Naziaufmarsch in Lübeck blockieren!

★ 25. Mai bis 28. Mai 2012: Festival der Jugend in Köln, yippieh! =D